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IFS-Audit vorbereiten mit KI: Nachweise jederzeit zeigen können

Was ein IFS-Audit nach IFS Food 8 verlangt, auch unangekündigt, warum Vorbereitung zum Dauerzustand wird und wo KI bei Nachweisen und Dokumenten hilft.

2 Min. Lesezeit

Für die Qualitätssicherung vieler Lebensmittelhersteller ist das IFS-Audit der wichtigste Termin des Jahres. Viele Händler im deutschen Lebensmittelhandel erwarten von ihren Lieferanten ein gültiges Zertifikat, besonders bei Handelsmarken. Ein schwaches Ergebnis landet deshalb nicht nur im Bericht, sondern auch beim Kunden.

Die Anforderungen selbst sind meist bekannt. Schwierig ist, jederzeit zeigen zu können, dass sie erfüllt sind: mit aktuellen Dokumenten, vollständigen Aufzeichnungen und erledigten Maßnahmen. Das Suchen und Abgleichen kann eine KI übernehmen. Die Bewertung nicht.

Unangekündigt heißt: jederzeit bereit

IFS Food Version 8 ist derzeit der geltende Standard, seit dem 1. Januar 2024 verpflichtend. Mindestens jedes dritte Audit findet unangekündigt statt, im Zeitfenster von 16 Wochen vor bis 2 Wochen nach dem Fälligkeitsdatum. Die klassische Vorbereitung in den letzten Wochen vor dem Termin funktioniert damit nicht mehr zuverlässig. Vorbereitung wird zum Dauerzustand: aktuelle Dokumente, vollständige Aufzeichnungen und erledigte Maßnahmen aus dem Vorjahr, jederzeit greifbar.

Illustration: Ein Regal mit ordentlich aufgereihten Ordnern, davor ein Tisch mit einem Klemmbrett, einer Checkliste mit Häkchen und einem Laptop, im Hintergrund eine Produktionslinie mit Edelstahlbehältern
Bei einem unangekündigten Audit zählt, was an diesem Tag im Betrieb vorliegt.Bild: KI-generiert

Wie KI dabei hilft

In der KI Zentrale liegen die Unterlagen für das Audit in einem eigenen Projekt: Handbuch, Verfahrensanweisungen, HACCP-Unterlagen, Spezifikationen, der letzte Auditbericht und der Maßnahmenplan. Die Qualitätssicherung stellt Fragen in normaler Sprache, und jede Antwort nennt Dokument und Stelle. So lässt sich sofort prüfen, ob die KI richtig liegt. Im Audit zeigen Sie das Originaldokument, nicht die Antwort der KI.

Ein Beispiel: das neue Reinigungsmittel

Eine Reinigungsanweisung wurde geändert, weil ein neues Mittel eingesetzt wird. Das Dokument ist aktualisiert, doch die Schulung fehlt, und in der Gefahrenanalyse steht noch das alte Mittel. Einzeln wirkt alles in Ordnung, im Zusammenhang fällt es im Audit auf. Eine einfache Frage an die Wissensbasis, wo das alte Mittel noch erwähnt wird, findet solche Widersprüche, bevor der Auditor sie findet.

Illustration: Ein Laptop auf einem Schreibtisch zeigt ein Chatfenster mit Sprechblasen, von denen dünne Linien zu einzelnen Dokumentenseiten in einem aufgeschlagenen Ordner führen, daneben eine Lupe und ein Stempel
Die KI findet die Stelle im Dokument. Im Audit zählt das Original.Bild: KI-generiert

Was die KI nicht ersetzen darf

Die Verantwortung für die Lebensmittelsicherheit liegt bei Geschäftsführung und Qualitätssicherung. Die KI findet, vergleicht und markiert Lücken. Ob eine Gefahrenanalyse fachlich stimmt oder eine Maßnahme wirksam ist, entscheiden Ihre Fachleute, und überzeugen muss im Audit der Betrieb. Voraussetzung ist außerdem, dass in der Wissensbasis nur gelenkte, aktuelle Dokumente liegen. Und Aufzeichnungen, die in der Produktion entstehen müssen, schreibt keine KI nachträglich.

Was das für Ihr Unternehmen heißt

Wie Ihre Dokumentenlenkung heute aussieht, welche Unterlagen in eine Wissensbasis gehören und mit welchem Bereich des Standards man sinnvoll anfängt, hängt stark von Ihrem Betrieb ab. Pauschal lässt sich das in einem Artikel nicht beantworten.

Dafür ist der KI-Readiness-Check da. In einem persönlichen Video-Call schauen wir mit Ihnen auf Ihre Qualitätsdokumente und Abläufe rund um das Audit. Danach erhalten Sie einen Readiness-Score, einen schriftlichen Report und einen Kostenrahmen, kostenlos und unverbindlich.

Quellen

  1. BVL, 2026 (öffnet in neuem Tab)
  2. IFS, 2023 (öffnet in neuem Tab)
  3. Destatis, 2025 (öffnet in neuem Tab)