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Vertrieb mit System: Ein CRM, das zu Ihrer Pipeline passt

5 Min. Lesezeit

Ein CRM ist nur so gut wie die Daten darin. Und die gehören Ihnen. Bei vielen Anbietern ist der Export mühsam, teuer oder unvollständig. Wer wechseln will, verliert Historie, Notizen oder Verknüpfungen. Gleichzeitig verbringen Vertriebsteams einen Großteil ihrer Zeit nicht beim Kunden, sondern mit Verwaltung, Abstimmung und Suchen.

Warum so viele CRM-Projekte versanden

Die meisten CRM-Einführungen scheitern nicht an der Software, sondern am Alltag. Das System verlangt dreißig Pflichtfelder, von denen zehn niemand versteht. Termine werden doppelt gepflegt, einmal im Kalender und einmal im CRM. Und die Phasen der Verkaufspipeline, also die Stufen von der ersten Anfrage bis zum Abschluss, stammen aus einem Handbuch für Softwarevertrieb, nicht aus dem Geschäft mit Händlern, Listungen und Aktionen.

Das Ergebnis kennt fast jeder: Nach drei Monaten pflegt nur noch die Hälfte des Teams das System, die Geschäftsführung traut den Zahlen nicht, und die eigentlichen Informationen stehen wieder in Excel-Listen und E-Mails.

Die Daten gehören Ihnen

Deshalb wählen wir das CRM-System nach Ihren Anforderungen aus, mit einem klaren Kriterium: Ihre Daten bleiben jederzeit exportierbar, vollständig und in der EU. Welches System es am Ende wird, entscheidet der KI-Readiness-Check, nicht ein Anbieter. Diese Fragen stellen wir jedem System, bevor es in die engere Wahl kommt:

  • Lassen sich alle Datensätze samt Notizen, Anhängen und Verknüpfungen in einem offenen Format exportieren?
  • Kostet der Export extra, oder ist er nur in teureren Tarifen enthalten?
  • Wo stehen die Server, und wo werden Sicherungskopien (Backups) gespeichert?
  • Gibt es eine dokumentierte Schnittstelle, über die ERP, E-Mail und Kalender angebunden werden können?
  • Was passiert mit den Daten, wenn der Vertrag endet?
Zwei Personen in Hemden geben sich die Hand
Verkauft wird zwischen Menschen. Das CRM soll dafür Zeit freiräumen, nicht welche kosten.Foto: Unsplash

Was „angepasst auf Ihre Pipeline“ bedeutet

„Angepasst auf Ihre Pipeline“ bedeutet: eigene Phasen, eigene Felder, eigene Automatisierungen. Ein Jahresgespräch mit dem Handel hat andere Stufen als eine Handelsmarken-Ausschreibung. Beim Jahresgespräch geht es um Vorbereitung, Konditionsforderung, Verhandlungsrunden und Abschluss. Bei einer Ausschreibung um Anfrage, Musterversand, Kalkulation, Angebotsabgabe, Nachverhandlung und Zuschlag.

Statt Ihren Prozess an ein Werkzeug anzupassen, passen wir das Werkzeug an Ihren Prozess an. Das heißt auch: Felder, die Sie nicht brauchen, verschwinden. Felder, die Sie brauchen, etwa Listungsstatus, Warengruppe beim Händler oder die nächste Rezepturfreigabe, kommen dazu. Jedes Feld muss eine Frage beantworten, die im Vertrieb tatsächlich gestellt wird.

Ein Beispiel: das Jahresgespräch

Sechs Wochen vor dem Jahresgespräch mit einem großen Händler legt das CRM automatisch eine Wiedervorlage an. Die zuständige Person im Key Account, also in der Betreuung der großen Handelskunden, öffnet den Vorgang und findet alles an einer Stelle: das Protokoll vom letzten Jahr, die damals vereinbarten Konditionen, alle Reklamationen der letzten zwölf Monate und die Umsatzentwicklung je Warengruppe, direkt aus dem ERP.

Früher hätte die Vorbereitung bedeutet, drei Tage lang Zahlen zu sammeln, alte E-Mails zu durchsuchen und die Kollegin aus dem Innendienst zu fragen, wie das mit den Reklamationen war. Jetzt bleibt die Zeit für das, worauf es ankommt: die Verhandlungsstrategie. Und wenn diese Person krank wird, kann jemand anderes übernehmen, weil nichts nur in einem Kopf steckt.

Weniger tippen, mehr verkaufen

Ein gutes CRM nimmt dem Team Arbeit ab, statt neue zu erzeugen. Typische Automatisierungen, die sich schnell bezahlt machen:

  • E-Mails und Termine werden automatisch dem richtigen Kunden und Vorgang zugeordnet.
  • Nach einem Termin entsteht per KI ein Gesprächsprotokoll, das nur noch geprüft werden muss.
  • Wiedervorlagen werden automatisch angelegt, zum Beispiel sechs Wochen vor dem nächsten Jahresgespräch.
  • Angebote werden aus Vorlagen erzeugt, mit Preisen direkt aus dem ERP.
  • Wenn ein Vorgang zu lange in einer Phase steht, bekommt die zuständige Person einen Hinweis.

Jede dieser Automatisierungen spart pro Vorgang nur ein paar Minuten. Über ein Jahr und ein ganzes Team gerechnet sind das aber Tage, die wieder beim Kunden verbracht werden können.

Davon profitiert nicht nur der Außendienst. Der Innendienst sieht, was mit einem Kunden besprochen wurde, und muss nicht nachfragen. Das Marketing weiß, welche Kunden sich für eine neue Produktlinie interessiert haben. Und die Geschäftsführung bekommt eine Prognose, die auf echten Vorgängen beruht statt auf Bauchgefühl.

Der Umzug aus dem alten System

Der Import aus dem bisherigen System ist Teil des Projekts, nicht Ihre Hausaufgabe. Wir übernehmen Kontakte, Firmen, Verkaufschancen und Notizen, prüfen Dubletten und gehen die Ergebnisse gemeinsam durch, bevor das Team umsteigt. Der Ablauf hat sich bewährt:

  • Vollständiger Export aus dem alten System, inklusive Historie und Anhängen.
  • Bereinigung: Dubletten zusammenführen, veraltete Kontakte markieren, Firmen sauber zuordnen.
  • Probeimport in eine Testumgebung und Stichprobenprüfung mit zwei, drei Leuten aus dem Vertrieb.
  • Stichtag festlegen, finaler Import und kurze Schulung direkt am echten Datenbestand.
  • Altes System noch einige Wochen im Lesemodus behalten, falls etwas fehlt.
Team sitzt mit Laptops an einem Besprechungstisch, vorne präsentiert eine Person
Die Schulung am eigenen Datenbestand wirkt besser als jede Demo mit Beispielkunden.Foto: Unsplash

Woran Sie nach 90 Tagen ein gutes CRM erkennen

Nach drei Monaten sollte sich das CRM nicht mehr wie ein Projekt anfühlen, sondern wie ein Werkzeug. Gute Anzeichen: Die Pipeline in der Vertriebsrunde kommt direkt aus dem System, nicht aus einer Tabelle. Neue Kolleg:innen finden die Historie eines Kunden, ohne jemanden fragen zu müssen. Und die Geschäftsführung kann eine Umsatzprognose abrufen, ohne dass dafür jemand eine Woche lang Zahlen sammelt.

Wenn das nicht passiert, liegt es selten am Team. Meist sind es zu viele Felder, zu wenig Automatisierung oder Phasen, die nicht zur Realität passen. Das lässt sich nachschärfen, und genau dafür lohnt sich ein System, das Ihnen gehört und sich anpassen lässt.

Quellen

  1. Salesforce State of Sales, 2024 (öffnet in neuem Tab)
  2. Salesforce State of Sales, 2023 (öffnet in neuem Tab)
  3. Bayerisches Landesamt für Statistik, 2026 (öffnet in neuem Tab)